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Erfahrungsbericht über den ERASMUS - Aufenthalt in FLORENZ

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Soll man ein Erasmus-Semester in Florenz verbringen? Dass ich ein Auslandssemester machen wollte, stand für mich bereits fest, bevor ich wusste, wohin es gehen sollte. Meine Wahl fiel ziemlich willkürlich auf Florenz. Eigentlich lag es nur daran, dass mir Heaven so gut gefiel (der gar nicht, wie ich dachte, in Florenz, sonder in Turin aufgenommen wurde). Jetzt ist klar, dass es eine gute Entscheidung war. Auch wenn mich Erasmus "studienmäßig" nicht viel weiter gebracht hat, war es ein Gewinn. Ich habe liebe Menschen kennen- und eine ganze Stadt lieben gelernt. Dazu kann ich jetzt eine Sprache sprechen und....

..... Drei Dinge haben mich aber doch gestört. Das Wichtigste zuerst. Die Florentiner Uni ist sicher nicht schlecht, allerdings ist das Studieren ganz anders als in Deutschland. Die Studiengänge sind modularisiert, d.h. dass permanent Klausuren geschrieben werden. Anders als hierzulande gibt es keine "heiße Klausurphase" am Ende des Semesters, nur sehr selten werden Hausarbeiten verlangt, und deshalb gibt es auch keine Semesterferien im herkömmlichen Sinne. Es ist nicht leicht mitzuhalten, wenn man, wie ich anfangs, die Sprache nicht beherrscht, was nicht bedeutet, dass man keine Scheine machen könnte. Der Erasmus-Bonus macht's möglich. Trotzdem ist es natürlich alles andere als motivierend. Der Lehrstil ist entsprechend auf Vortrag und Reproduktion abgestellt, weniger auf breite Beteiligung und Selbstdenken. Nebenbei: Die Scheinanerkennung muss mit der Heimuni vorher geklärt werden. Auf Grund des ECTS ist das aber üblicherweise kein Problem.


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