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Erfahrungsbericht, Erasmus

Catania, Sommersemester 2005

 

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Andreas Büttner, andi-buettner@web.de
Universität Heidelberg, Historisches Seminar


Erfahrungsbericht, Erasmus

Catania, Sommersemester 2005


1. Vorbemerkung
2. Vorbereitungen
3. Ankommen und Unterkommen
4. Studieren
5. Leben
6. Zurückkommen und Fazit
7. Literatur und Filme


Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele:
hier ist erst der Schlüssel zu allem.
(Johann Wolfgang Goethe, 13. April 1787)

1. Vorbemerkung

Dies ist der Erfahrungsbericht meines Sommersemesters in Catania, von Ende Februar bis Anfang August 2005. Er enthält einige meiner Erfahrungen die ich in und mit Catania und Sizilien gemacht habe und die vielleicht für kommende „Erasmaten“ nützlich sind. Wer über diesen Bericht hinaus noch irgendwelche Rückfragen hat oder sich noch unsicher ist ob er nach Catania gehen sollte, kann sich gerne per Email (siehe oben) bei mir melden und sich mit mir auf einen Kaffee (= Espresso) treffen.

2. Vorbereitungen

Zunächst zur Sprache: Ich hatte bevor ich nach Catania ging lediglich einen Kurs am Sprachlabor in Heidelberg belegt, und zwar Grundstufe I, also den ersten Kurs. Hierdurch erwarb ich zumindest ein paar Grundkenntnisse in Italienisch, die es mir auch ermöglichten, in Catania in den höherstufigen Sprachkurs zu kommen (dazu später) – ausreichend ist der erste Kurs allerdings auf keinen Fall, das Gelernte langt gerade mal für die einfachsten Konversationen, aber immerhin kann man sich vorstellen, zählen, nach dem Weg fragen und auch ein paar Dinge in der Vergangenheit sagen. Ich persönlich fand es auch irgendwie aufregend, für ein halbes Jahr in ein Land zu gehen, ohne vorher die Sprache richtig zu sprechen, viele Erfahrungen die man so macht sind sicher Einzigartig und gerade zu Beginn sind so auch die Fortschritte die man macht wirklich beeindruckend. Empfehlen würde ich dennoch vor dem Abflug mindestens zwei Sprachkurse zu belegen.
Der erste Kontakt mit der Gastuniversität lässt sich gut über die Homepage herstellen (www.unict.it), dort gibt es auch einen Link zu einer eigenen Seite für Erasmusstudenten, die die wichtigsten Informationen zur Einschreibung, Sprachkurs und Studentenwohnheim gibt, praktischerweise auch in Englisch. Über die Seite der Fakultät für Literatur und Philosophie (www.flett.unict.it) kann man sich im Vorfeld auch bereit über die verschiedenen angebotenen Veranstaltungen informieren, wobei ich raten würde, die genannten Zeiten bis zum ersten wirklichen Besuch der Veranstaltung als vorläufig anzusehen, manches wird auch erst später abgesprochen und geändert.
Um nach Catania zu kommen gibt es verschiedene Möglichkeiten, wobei Bus- und Zugfahrten wegen des langen Weges doch eher ausscheiden. Mit Ryanair kann man günstig nach Rom fliegen, muss danach aber auch noch eine recht lange Zugfahrt in Kauf nehmen. Nach Palermo, von wo man, wenn ich mich recht erinnere, innerhalb von zwei Stunden nach Catania kommt, fliegt zum Beispiel Hapag-Llyod Express, die teilweise auch recht günstige Angebote haben. Am einfachsten ist aber sicherlich der Flug nach Catania direkt: Ich bin damals von Frankfurt/Main mit Aero Flight für unter 100 € geflogen, Airberlin hat ähnliche Preise. Da ich nicht im Studentenwohnheim unterkommen wollte, habe ich mir vor Abflug noch den Anreiseweg zum Hostel in Catania ausgedruckt (www.agorahostel.com), eine Reservierung war nicht nötig, da Ende Februar noch nicht allzu viel los war.

3. Ankommen und Unterkommen

Besagtes Hostel ist sicherlich ein guter erster Anlaufpunkt in Catania, zentral gelegen, direkt neben einem der Märkte und in der Nähe des Piazza Duomo, mit kleiner Küche zum selber kochen, Internetanschluss und einem Restaurant und Kneipe (die Grotte besuchen!), wo besonders im Sommer auch einiges los ist. Die Mehrbettzimmer sind nichts Besonderes, aber sauber und die Angestellten nett und hilfsbereit. Ich bin die ersten Tage im Hostel geblieben und habe von dort aus meine Wohnung gesucht. Internetseiten dazu habe ich keine guten gefunden, aber in Zeitungen finden sich viele Anzeigen und besonders an den schwarzen Brettern der diversen Unigebäude lohnt es sich zu schauen. Die Wohnungspreise sind im Vergleich zu Heidelberg relativ günstig, für unter 200 € lässt sich schon etwas finden. Für mich eher ungewohnt waren die vielen Doppelzimmerangebote (camera doppia). In Italien ist es aber völlig normal, sich mit einer Person ein Zimmer zu teilen – worauf ich persönlich keine Lust hatte, was sich aber durchaus positiv auf den Preis auswirkt. Von der Qualität der Wohnungen darf man sich nicht unbedingt den puren Luxus erwarten, dafür ist es recht einfach, auch zentrumsnah unter zu kommen, wozu ich im jeden Fall auch raten würde.
Wer sich nicht selbst auf WG-Suche begeben will, kann sich bereits im voraus (über die oben genannte Homepage) einen Platz im Wohnheim („Caracciolo“) sichern lassen. Das ganze kostet dann 180 € für ein Bett im Doppelzimmer, Putzfrau inbegriffen. Für was man sich entscheidet, private Wohnung/WG oder Wohnheim, muss jeder für sich bestimmen, für das Wohnheim spricht sicherlich, dass man am Anfang leicht mit Leuten in Kontakt kommt, und zwar mit Erasmusstudenten und Italienern. Allerdings liegt das Wohnheim selbst etwas außerhalb, der Preis ist doch recht hoch und es ist halt immer viel los (das kann man als gut oder schlecht bewerten), viele Freunde von mir haben erst ein, zwei Monate im Caracciolo gewohnt und sich dann eine WG gesucht (was ohne Probleme möglich war, da man das Geld, wenn ich das richtig mitbekommen hab, pro Monat bezahlte). Hilfe bei der Wohnungssuche und bei allen möglichen anderen Fragen gibt auch die AEGEE Catania (www.aegee-catania.org), eine Gruppe von Studenten, die auch Partys und Ausflüge organisieren (Teilnahme lohnt sich).
Zu Beginn sollte man sich auch möglichst bald einen Mensaausweis besorgen (Informationen dazu gibt’s im Internationalen Büro bei der Einschreibung), da das Essen günstig und recht gut (due piatti, also Salat, Pasta und Fleisch oder Pizza mit Pommes, jeweils mit Getränk) ist und die Mensa außerdem (zumindest bei uns) einer der wichtigsten Treffpunkte war.

4. Studieren

Zunächst zum Sprachkurs, dessen Besuch ich jedem nur empfehlen kann. Zum einen kostet er, dank Förderung, so gut wie nichts (20 oder 40 € waren’s), dann hilft er einem beim verstehen der Sprache und des Landens weiter und außerdem lernt man dort die anderen Erasmaten kennen. Man konnte sich für den Sprachkurs schon vor dem Hinflug anmelden, später dazuzukommen war aber auch kein Problem, auch wenn bei der Anmeldung eher auf streng gemacht wurde. Am Anfang gab es einen Einstufungstest, erst schriftlich, dann ein kurzes Gespräch, worauf entschieden wurde, ob man in den Anfänger- oder Fortgeschrittenenkurs kommt (da ich im Sommersemester in Catania war, und wir deswegen glaub ich weniger Leute als im Wintersemester waren, gab es nur diese zwei Kurse, es kann gut sein, dass es im Winter mehr sind). Ich hatte Glück und hab es in den zweiten Kurs geschafft, wo ich dann zwar einer der schlechtesten war, aber dafür nicht mehr alles wiederholen musste, was ich eigentlich schon (mehr oder weniger) konnte. Der Kurs selbst bestand aus Grammatik und Konversation und hat mir persönlich sehr viel gebracht, für andere die schon eher gut Italienisch konnten, war er wohl eher eine nette Begleitung. Mir gefiel sehr gut, dass nicht nur Grammatik und Aussprache geübt wurden, sondern auch Themen zu Sizilien selbst behandelt wurden, wodurch man auch gleich etwas über das Land erfahren konnte. Die Dozenten waren sehr nett und hilfsbereit, schade nur, dass der Sprachkurs nur einen Monat dauerte (dafür aber dann mit neun Stunden pro Woche).
Zum Studieren selbst ist zunächst einmal auf die etwas andere Art in Italien hinzuweisen. Die Veranstaltungen sind in der Regel drei Mal die Woche à 2 Stunden, von eher allgemeinem Charakter und tragen so Bezeichnungen wie „Geschichte Europas“, „Geschichte Siziliens“, „Geschichte der Philosophie des Mittelalters“ oder die „Geschichte des Christentums“, von denen ich die beiden letzteren besuchte. Storia della filosofia medievale, bei Prof. Martello war zunächst einmal vor allem anstrengend, im Stile einer Vorlesung gehalten, manchmal etwas konzeptlos (um nicht zu spät zu kommen, rannte ich Anfangs noch zur Vorlesung – da aber auch Herr Martello regelmäßig etwas später kam, gab ich dies bald auf). Der Stoff an sich ist ja schon nicht ganz einfach, ich habe mir zur Begleitung über Amazon ein paar Bücher auf Deutsch dazu bestellt. Waren zu Beginn des Semesters noch etwa 20 Leute in der Veranstaltung, so schrumpfte die Teilnehmerzahl mehr und mehr, am Ende etwa auf ein Viertel – nur in der Sitzung, in der der (auswendig) zu lernende Prüfungsstoff bekannt gegeben und besprochen wurde, war es noch einmal etwas voller. Gans anders dagegen der zweite Kurs den ich für mein Nebenfach Religionswissenschaft besuchte: Storia del christianesimo bei Herrn Prof. Osculati, den ich nur sehr empfehlen kann. Die Veranstaltung begann stets pünktlich, mit Anwesenheitsliste, mit Rückfragen an das Plenum und auch freiwilligen Beiträgen der Studenten. Der Großteil der Sitzungen wurde von Herrn Osculati gehalten, der eines der vier Evangelien vorstellte (bei uns Markus), die übrigen Sitzungen dienten der Beschäftigung mit dem Christentum seit etwa der Frühen Neuzeit. Interessant war von Herrn Osculati den griechischen Originaltext präsentiert zu bekommen, dem dann eine italienische Übersetzung und Besprechung der Besonderheiten und des historischen Umfelds folgte. Da mein Nachname „Büttner“ (-> Anwesenheitsliste) so etwas wie „Ich bin kein Italiener“ auf meine Stirn schrieb, durfte ich mich von Anfang an in die erste Reihe setzen und zu den verschiedenen Bibelübersetzungen an besonderen Stellen auch noch die deutsche Variante beitragen. Die Kursatmosphäre war sehr entspannt und die ganze Veranstaltung, die ich wiederum durch deutsche Literatur begleitete, sehr lehrreich.
Zu den Prüfungen kann ich leider nur begrenzte Aussagen machen, und zwar ganz einfach deshalb, weil ich (abgesehen vom Sprachkurs) keine gemacht habe, da mir keine in Deutschland als Schein angerechnet worden wäre. Von Anderen weiß ich aber, dass die Prüfungen meist fair waren und auf die Sprachschwierigkeiten Rücksicht genommen wurde. Statt den Prüfungen eine Hausarbeit zu schreiben, wäre wohl durchaus möglich, allerdings müsste man sich in einem solchen Fall fast ausschließlich auf italienische Literatur stützen, auch weil es in Catania ja kein eigenes Historisches Seminar gibt, sondern man an der Facultà di Lettere e Filosofia studiert.
Meinen Erasmuskoordinator vor Ort, Herrn Iachello, hatte ich Anfangs versucht zu erreichen, nachdem ich drei Mal vor verschlossenen Türen vor seinem Büro gewartet hatte, waren die ersten Wochen auch schon vergangen, und da ich mich mittlerweile selbst zurecht gefunden hatte unterließ ich weitere Versuche ihn aufzuspüren.

5. Leben

Zunächst einmal: Catania ist anders! Wer für ein halbes Jahr in einem zweiten Deutschland studieren möchte, bleibt besser gleich zu Hause. Catania ist laut, dreckig, chaotisch, vielfältig, voller Leben, fantastisch.
Hierzu ließe sich wohl ein ganzer Roman schreiben, stark verkürzt würde ich sagen, dass man sich nur auf die Stadt und den anderen Lebensstil einlassen muss, um in Sizilien eine tolle Zeit zu verbringen. Erst wenn man Besuch aus Deutschland bekommt, der sich darüber wundert, dass der Busfahrer auf einer einspurigen Straße einfach mal anhält, den nachfolgenden Verkehr blockierend, damit einer der Fahrgäste, sich beim neben stehenden Eiswagen eine Erfrischung kaufen kann, und man selbst diesen Vorgang für das normalste auf der Welt hält, merkt man, wie sehr man sich an das alltägliche Durcheinander (casino) gewöhnt hat. Wer sich dagegen nach einem Monat immer noch darüber beschwert, dass der Bus zu spät kommt (was ja immerhin heißt, dass er überhaupt kam...), am Montag anfängt, das Wochenende zu planen oder sich darüber echauffiert, dass zu einer Verabredung nicht punktgenau erschienen wird, ist einfach noch nicht in Sizilien angekommen. Sicherlich können die unterschiedliche Lebensart und die alltäglichen Probleme einem auch manchmal zu schaffen machen, aber wenn man sich einmal von dem „Ideal“ „deutscher Effizienz, Planung und Ordnung“ (ein Klischee, dass man interessanterweise an sich selbst des Öfteren bestätigt sieht) frei macht und die Dinge so nimmt, wie sie sind, wird man auch den Vormittag, den man wartend auf der Post verbringt, als Erlebnis begreifen oder auf den Tag Wasserausfall (oder die Woche...) mit Schmunzeln reagieren und einfach zu einem Bekannten gehen. Dafür kann man dann auch nachts um zwei noch durch die mit Menschen gefüllte Innenstadt laufen, sich zur Erfrischung ein Eis (oder eine granita) kaufen, unterwegs Freunde treffen die ebenfalls unterwegs (in giro) sind und die Nacht durchfeiern, um dann am nächsten Tag auf einem der Märkte Catanias einzukaufen, an den Sand- oder Vulkanstrand der Stadt zu gehen oder zu einem Ausflug aufzubrechen. Denn die Insel zu erkunden lohnt sich allemal, war auf Sizilien doch alles vertreten was Rang und Namen hat, von den Griechen, Karthagern, Römern, Byzantinern, Arabern, über die Normannen und Staufern zu Franzosen und Spaniern, von den schönen Stränden und Landschaften, die auch diese Völker bereits vorfanden, mal ganz abgesehen. Für die Reise zu den einzelnen Städten empfiehlt es sich eher den Bus als den Zug zu nehmen, wobei es generell in Sizilien von Vorteil ist, mit dem Auto unterwegs zu sein (auch die Teilnahme am Straßenverkehr ist ein Erlebnis). Kommt man an keins über Freunde, dann gibt es auch am Flughafen eine Reihe von Autovermietungen zur Auswahl – die von uns am meisten genutzte war „Daytona Car“, da günstig und unkompliziert. Außerdem gibt es von Catania aus Fähren nach Neapel oder Malta und wenn man über Nacht fährt, hat man schon mal eine Übernachtung gespart. Die einzelnen Ziele in Sizilien kann man jedem Reiseführer entnehmen, als absolute Highlights würde ich den Naturpark Lo Zingaro bei San Vito lo Capo und die Äolischen Inseln (am besten bevor im Sommer die Touristenmassen eintreffen) empfehlen, außerdem Palermo, die Dome von Monreale und Cefalù, die Tempel von Agrigento, die Osterprozession in Enna und den Blick über die Insel vom rauchenden Ätna aus über 3000 Metern Höhe (um wirklich nur eine kleine Auswahl zu nennen).
6. Zurückkommen und Fazit

Wann man mit Erasmus ins Ausland geht und wie lange man bleibt ist sicherlich vor allem eigene (Termin-)Planung. Ich kann jedem nur empfehlen, (mindestens) das Sommersemester in Catania zu verbringen, und seinen Rückflug nicht von Anfang an zu buchen, sondern flexibel zu handhaben (ich selbst habe ihn mehrfach verschoben, bis es wegen einer Prüfung in Deutschland nicht mehr weiter ging) – manche von uns flogen einen ganzen Monat vor Anderen, was durchaus Schade war. Für die Zeit nach der Rückkehr kann man, denke ich, keine allgemeingültigen Tipps geben, hier muss jeder selbst sehen wie er sie gestaltet um nicht in ein Loch zu fallen. Wir von unserer Erasmusgruppe haben mit einer Mailingliste den Kontakt auch weiterhin aufrecht gehalten und mittlerweile auch ein kleines Erasmusnachtreffen in Wien zu Stande gebracht. Ich selbst fliege in zwei Wochen nach Spanien um dort mehrere Freunde wieder zu treffen und zu besuchen und finde es schön, dass die Verbindungen auch über die Zeit nach Catania hinaus andauern und die „Erasmusblase“ nicht zerplatzt ist, nachdem alle wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind. Denn auch wenn es toll war, etwas über das Gastland zu erfahren und mit den Leuten dort Kontakte zu knüpfen, so war es doch gleichzeitig die bunt gemischte Gruppe netter Menschen aus ganz Europa, die die Zeit in Sizilien so besonders gemacht hat. Und wenn schon mit Goethe begonnen wurde, so soll, wenn auch vielleicht etwas pathetisch, mit demselben geendet werden (Rom, 2. Dezember 1786): „Überhaupt ist mit dem neuen Leben, das einem nachdenkenden Menschen die Betrachtung eines neuen Landes gewährt, nichts zu vergleichen. Ob ich gleich noch immer derselbe bin, so mein’ ich, bis aufs innerste Knochenmark verändert zu sein.“ – und da war er noch nicht einmal in Sizilien gewesen.


7. Literatur und Filme

Keine Arbeit eines Historikers ohne Literaturliste, das scheint schon fast ein Zwang zu sein. Hier ein paar Empfehlungen meinerseits:

Der Leopard von Giuseppe Tomasi di Lampedusa – Ein Muss. Gibt’s auch als gute Verfilmung in der SZ-Cinemathek.

Moses I. Finley, Denic Mack Smith, Christopher Duggan, Geschichte Siziliens und der Sizilianer, München 1998. – Der Titel sagt es eigentlich schon, gutes Überblickswerk.

Langenscheidt Grundwortschatz Italienisch – Die 4000 wichtigsten Wörter, nach Themenbereiche geordnet. Hat mir beim Lernen sehr geholfen. Nett sind auch die Kauderwelschheftchen Italienisch Slang und Sizilianisch von Reise Know-How.

Maria ihm schmeckt’s nicht! Geschichten von meiner italienischen Sippe, von Jan Weiler – Deutscher heiratet Halbitalienerin und darf viel Zeit mit ihrer Familie verbringen. Sehr amüsant. Mittlerweile ist auch eine Fortsetzung erschienen, „Antonio im Wunderland“.

L’Auberge Espagnole. Barcelona für ein Jahr. – Der Erasmusfilm. Mittlerweile auch mit Fortsetzung (etwas andere Thematik).

I Cento Passi – Film nach einer wahren Begebenheit, über den Kampf Peppino Impastatos gegen die Mafia („una montagna di merda“).

Manuale d’Amore – Unterhaltsame Komödie. Und wenn wegen Sizilien etwas zur Mafia genannt werden muss, dann wohl auch etwas zur Liebe.

Nuovo Cinema Paradiso – Fantastischer Film. Irgendwie schwierig zusammen zu fassen, es geht um Kino, Sizilien, Liebe und Gefühle. Als weiteren Film von Giuseppe Tornatore empfehle ich Malèna.

La vita è bella – Großartiger Film von Roberto Benigni. Humor als Überlebensstrategie gegen den Holocaust.

 

Spanien